Garten
Jahr für Jahr tasten wir uns an die Geheimnisse des Gemüsegartens heran. Das Wachsen und Gedeihen ist eine Freude – aber es bleibt uns noch viel zu lernen.
Unser Ziel ist es, bis in ein paar Jahren unseren Bedarf an Gemüse (inkl. Kartoffeln), Kräutern, Obst und Beeren und ihren Folgeprodukten selber decken zu können. Bis dahin müssen wir noch viel mit Schnecken, Mäusen, Raupen und anderen Mitbewohnern teilen – aber wir sind am Lernen.
Unseren Kompost – den Magen unseres Gartens – legen wir nach Art von Jakobus Langerhorst an. Der schichtweise Aufbau macht das Wenden unnötig und sorgt für gute Luft in den 2-3 Jahren während denen wir den Kompost reifen lassen. Gemäss Jakobus soll der vollständig verrottete Humus die beste Schneckenabwehr sein. Darauf warten wir sehnlichst.
Durch konsequentes Sammeln von organischem Material bauen wir nach und nach die Humusschicht und damit die Fruchtbarkeit auf. Schliesslich muss es auf 1000 müM ein bisschen schnell gehen mit dem Wachsen. Deshalb experimentieren wir auch mit Hügelbeeten (Stichwort Bodenheizung) – was bisher vor allem unsere Mäusekollegen freut, die wenigstens für genügend Durchlüftung im lehmigen Boden sorgen. Dem verlängerten Wachstum dient auch unser Treibhaus, ebenso der Produktion von abgehärteten Setzlingen.
Zum konsequenten Sammeln organischen Materials gehört auch der Kläranlagenkompost. Auch er ruht zuerst 3 Jahre, bis er dann unter die Obstbäume und Beerensträucher darf und wichtige Kreisläufe schliesst. Der Gartenkompost schliesst dann als zweite Schleife an, wo alle verdauten Geschichten wieder durch Rüstabfälle, tierischen Mist und Abraum eine weitere Runde anhängen dürfen. Gewissermassen Sufi-Tänze im Gartenbeet.
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